Allcura Silbercreme Test

Allcura Silbercreme

Erfahrungen mit Allcura Silbercreme

Erhältlich ab: 8,25 EUR

Amazon-Bewertung:

 


Allcura Silbercreme Erfahrungsbericht #1

von Sandra am 18.02.2020
“Kein Wundermittel, hilft aber gut gegen trockene und schuppige Haut. Ob die Creme überwiegend Mikrosilber oder Nanosilber enthält, ist jedoch unklar.”


Ich kämpfe schon seit Jahren gegen das regelmäßige Auftreten von geröteten und schuppigen Hautstellen bis hin zu Ekzemen. Im Winter wird dieses Problem durch die trockene Heizungsluft zusätzlich verschlimmert.

In einem Internet-Forum habe ich den Tipp bekommen, eine silberhaltige Hautcreme auszuprobieren. Nach einigen Wochen Anwendung habe ich mich nun entschlossen, über die Wirkung von Allcura Silbercreme zu schreiben.


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Was hat es mit einer Silbercreme auf sich?

Silber besitzt desinfizierende Eigenschaften. Das wussten auch schon unsere Vorfahren und setzten dieses Metall deshalb vor allem für die Erstellung von Geschirr ein. Silber gibt nämlich stets kleine Teilchen von sich, sogenannte Ionen. Sie wirken bereits in kleinen Mengen gegen Bakterien und Pilze.

Was ich vorher nicht wusste ist, dass Silberteilchen in die Bakterien eindringen und dort die lebenswichtigen Enzyme blockieren, so dass die Bakterien dadurch sterben. Die Tierchen werden sozusagen von innen heraus bekämpft. Das finde ich sehr bemerkenswert.

Wichtig bei der Anwendung von silberhaltigen Pflegeprodukten auf der Haut ist die Einwirkzeit. Etwa eine Stunde brauchen wohl die Silber-Ionen, um ihre antibakterielle Wirkung zu entfalten. Deshalb muss die silberhaltige Kosmetik auf der Haut bleiben und darf nicht kurz nach dem Auftragen wieder abgewaschen werden.

Genau deshalb gibt es übrigens silberhaltige Pflaster und Wundauflagen – sie bleiben länger auf der Haut und können so ihre heilende und antibakterielle Funktion erfüllen. Auch silberhaltige Cremes wie die von mir getestete Allcura Silbercreme haben eine ähnliche Wirkung.

Der Einsatz von Silber zu antibakteriellen Zwecken ist durch die Entwicklung von Antibiotika deutlich zurückgegangen. Die modernen Wirkstoffe sind günstiger herzustellen und auch effektiver in ihrer Wirkung gegen Bakterien. Doch die zunehmende Resistenz vieler Bakterienarten gegen Antibiotika macht den Wirkstoff Silber wieder interessanter – sowohl in der Medizin als auch in der Kosmetik.


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Welche Unterschiede gibt es bei Silbercremes?

Die in den Cremes enthaltenen Silberteilchen sind unterschiedlich groß. Irgendwann haben die Chemiker beschlossen, die ganz kleinen Teilchen mit einer Größe von maximal 100nm als Nanosilber (oder kolloidales Silber) zu bezeichnen. Die größeren Ionen (ab 100nm) werden stattdessen Mikrosilber genannt.

In der Theorie soll Nanosilber wirkungsvoller sein, denn diese Teilchen haben im Vergleich zu Makrosilber eine relativ große Gesamtoberfläche und können deshalb stärker mit ihrer Umwelt interagieren. Durch ihre kleine Größe verfügen diese Teilchen über eine starke Durchdringungskraft und können in den unterschiedlichsten Körperregionen ihre keimtötende Wirkung entfalten.

Makrosilber hat ähnliche Wirkung, doch seine Penetrationsmöglichkeiten sind etwas geringer. Dafür wird es von vielen Stellen als gesundheitlich unbedenklicher gesehen, verglichen mit Nanosilber.

Die langfristigen Auswirkungen von Nanosilber auf unseren Körper und auf die Umwelt sind noch nicht abschließend erforscht. Viele Analysen weisen jedoch auf grundsätzliche Gefahrenpotenziale hin.

Die Bedenken gegen langfristige Auswirkungen von Nanosilber gingen damals sogar so weit, dass eine silberhaltige Waschmaschine, die bei jedem Waschvorgang Silber-Ionen abgegeben hat, vom Markt genommen werden musste.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät dementsprechend auch heute noch davon ab, Nanosilber großflächig in Kosmetika anzuwenden. Bei übermäßiger Anwendung kann es nämlich zu Bildung von resistenten Arten von schädlichen Bakterien kommen, so ist zumindest die Befürchtung.


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Allerdings sind medizinische Anwendungen wohl von dieser Vorschrift ausgenommen, da in diesem Bereich der antimikrobielle Nutzen von Nanosilber die damit verbunden Risiken in vielen Fällen übersteigen dürfte.

Die Kosmetik-Hersteller müssen zudem Nanopartikel generell – ob Silber oder weitere Substanzen – auf der Produktverpackung deutlich kennzeichnen (Quelle). Manche Partikel sind nämlich so klein, dass sie womöglich durch die Haut aufgenommen werden und in die Blutbahn geraten. Was sie dort anrichten können, wurde bei vielen Wirkstoffen noch nicht ausreichend erforscht.

Aus Vorsichtsgründen würde ich ebenfalls eher zu Mikrosilber statt Nanosilber in den entsprechenden Hautcremes raten. Vielleicht ist die antibakterielle Wirkung dann nicht so intensiv, dafür ist aber auch das Risiko nicht so hoch.

Was sind die Besonderheiten von Allcura Silbercreme?

Die Allcura Silbercreme enthält kolloidales Silber. Wenn man der Definition bei Wikipedia folgt, handelt es sich bei kolloidalem Silber um Nanosilber. Die Abgrenzung zwischen Mikrosilber und Nanosilber ist, wie gesagt, etwas unscharf. Es ist auch oft unklar, wie präzise die Messgeräte der Hersteller sind, mit denen die Partikelgröße verbindlich festgestellt wird.

Ich gehe davon aus, dass die Allcura Silbercreme überwiegend Mikrosilber enthält, denn eine gesonderte Kennzeichnung von Nanosilber habe ich nicht gefunden. Die Creme ist laut Hersteller vor allem bei Neurodermitis sinnvoll, aber auch bei geröteter, extrem trockener oder strapazierter Haut.


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Die Creme enthält außer Silber noch einige natürliche Öle, darunter sind Mandelöl, Jojoba-Öl und Nachtkerzen-Öl. Dazu kommen noch Vitamine und Pflanzenextrakte. Dafür enthält die zähflüssige und reichhaltige Creme keine Farb-, Konservierungs- oder Duftstoffe.

Ich verwende die Allcura Silbercreme jetzt schon mehrere Wochen lang regelmäßig, zweimal täglich (morgens und abends). Ich setze sie als Teil meines Pflegekomplexes, denn dazu gehört auch eine seifenfreie Reinigungslotion und an sonnigen Tagen auch diese Gesichtscreme mit permanentem Sonnenschutzfaktor.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die genannte Wirkstoffkombination die geröteten Hautpartien beruhigt und die Entzündungsprozesse hemmt. Die gereizten Stellen sind zwar noch nicht ganz weg, aber immerhin schon deutlich zurückgegangen.

Ich sehe die Allcura Silbercreme als eine bessere und hautschonendere Lösung als zum Beispiel dauerhafte Anwendung von antibiotischen Hautcremes. Ich denke, sie greifen die Mikroflora der Haut noch stärker an als Mikrosilber-Teilchen.

Zu Anti-Ageing Pflege oder zur Behandlung von Akne ist die Allcura Silbercreme aus meiner Sicht nicht so gut geeignet, da die entsprechenden Wirkstoffe darin nur in geringen Mengen enthalten sind bzw. gänzlich fehlen. Da gibt es andere, auf die jeweilige Aufgabe spezialisierte Kosmetikprodukte.

Mein Fazit zu Allcura Silbercreme

  • Es ist unklar, ob und in welchem Umfang die Allcura Silbercreme Nanosilber enthält.
  • Die Creme selbst ist verträglich und wirkt gut gegen trockene und gereizte Haut.
  • Meine Haut ist noch etwas trocken, aber immerhin schon deutlich besser als vor der Anwendung.
  • Über die langfristige Wirkung von Nanosilber weiß man noch zu wenig, deshalb sollte jeder für sich abwägen, ob er dieses Risiko eingeht.
  • Ich denke, ich werde mich demnächst weiter umschauen. Es gibt mit Sicherheit auch alternative Hautpflege-Produkte mit ähnlichem Wirkungsprofil.

 

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