Weleda Calendula Gesichtscreme

 


Weleda Calendula Erfahrungsbericht #1

von Lydia am 03.11.2017
„Milde und sanfte Basispflege, aber leider nicht viel mehr.“


Da ich regelmäßig schwimme, ist meine Haut manchmal durch das viele Wasser und Chlor etwas trocken und gereizt. Ich möchte meine Gesichtshaut nicht durch unnötige Inhaltsstoffe strapazieren oder überpflegen.

Also habe ich mich in der Babyabteilung auf die Suche nach einer schlichten, leicht und schnell anwendbaren Tagescreme ohne viel Firlefanz gemacht.

Zarte, feine Babyhaut hat wenig Selbstschutzkraft und reagiert empfindlicher auf Zusatzstoffe wie Parfüm und Silikone. Was gut ist für zarte Babyhaut, kann nicht schlecht für erwachsene Frauenhaut sein.

Mir liegt neben meiner Haut auch die Natur am Herzen, also gebe ich der Weleda Calendula Gesichtscreme eine Chance.


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Wie praktisch ist Naturkosmetik im Alltag?

Weleda Calendula Gesichtscreme

Bei der Baby Gesichtscreme von Weleda verspricht die Packungsbeilage, dass sie schnell einzieht und sich leicht verteilen lässt.

Und tatsächlich ist das auch der Fall. Die Konsistenz ist geschmeidig aber fest genug, um sich angenehm auftragen zu lassen. Verdrückt man sich, und hat auf einmal zu viel Creme auf den Händen, ist das gar kein Problem. Sie bleibt schmiegsam und feucht, ohne vorschnell anzutrocknen.

Meine bisher verwendete Gesichtscreme Nivea Visage riecht zwar gut und verspricht Schutz und Pflege für den ganzen Tag, leider versagt sie aber an genau dieser Stelle.

Erwischt man zuviel davon, ist es fast unmöglich, das bisschen überschüssige Creme noch in die Poren zu bekommen. Sie zieht auch nach längerer Zeit nicht ein, und hinterlässt ein unangenehmes Spannungsgefühl auf der Haut. Fährt man mit den Fingern über die Wangen, bilden die Reste graue Fussel.

Warum das so ist, verrät ein schneller Blick auf die Inhaltsstoffe: Cyclomethicone sind Silikonverbindungen, die eigentlich Haare so aussehen lassen sollen, als ob sie keinen Spliss hätten. Nun kann man gegen kaputte Spitzen außer Abschneiden tatsächlich nichts tun, als sie zu verkleben, aber genau das möchte ich nicht mit meinen Poren im Gesicht tun.

Die Verpackung der Weleda Calendula Creme ist nicht aus Plastik, sondern aus Metall, und die Creme selbst hat einen hellen, sanften Gelbton. Beides lässt das Produkt gesund, natürlich und auch etwas apothekenhaft wirken.

Ich bin mir nicht sicher, ob Metalltuben in Herstellung, Transport und Recycling sanfter zur Natur sind als ihre leichten PVC-Schwestern. Auf jeden Fall ist es praktisch, auf einen Blick zu wissen, wieviel noch in der Packung übrig ist.


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Ist weniger oft mehr? Ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

Weleda Calendula Gesichtscreme Tube

Calendula officinalis ist der botanische Name für die Ringelblume, die wie Unkraut in Omas Heilkräutergarten wächst. Zum Glück hat mich mein Latein beim Kauf im Stich gelassen. Ringelblumensalbe erinnert mich sonst immer an die schmierige, leicht ranzig riechende Paste meiner Oma, die mit dem selbst hergestellten Wundermittel so ziemlich jedes Hautproblemchen behandeln konnte.

Zwischen ätherischen Duftölen aus Orangen, Geranien und Lemongras kommt der charakteristische Ringelblumenduft bei dieser Creme nur ganz leicht durch und stört überhaupt nicht. Im Gegensatz zu anderen Babyprodukten, wie etwa der Gesichtscreme von Penaten, riecht sie deswegen auch erwachsener und nicht ganz so nach Baby.

Wie bei allen Produkten von Weleda sucht man auch hier vergeblich nach Parabenen, Silikonen oder synthetische Duft- oder Farbstoffen. Die Liste der verwendeten Inhaltsstoffe ist angenehm kurz: Neben Wasser, Mandel-, Sesam- und Parfümölen braucht es Alkohol zur Konservierung und gegen schlechten Geruch.

Ich persönlich finde an Alkohol nichts Schlechtes in Kosmetik. Immerhin kühlt und desinfiziert er. Leider wird nicht nur Xanthan, sondern auch das umstrittene Palmöl als Emulgator eingesetzt. Auch ist die Creme nichts für Veganer, da sie Woll- und Bienenwachs enthält.


Ein Hinweis: Wir suchen laufend Testerinnen für bestimmte Beauty-Produkte, die wir bei uns gerne aufnehmen würden!

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Die Hauptrolle in dieser Ingredienzen-Besetzung dürfte das Ringelblumenextrakt innehaben. Bei genauerer Recherche über die Wirkungen und Einsatzgebiete muss ich meiner Oma wie immer recht geben. Tatsächlich haben die Blüten der kleinen Blume so einiges auf Lager:

  • Salizylsäure ist schmerzlindernd und antiseptisch und verspricht daher Hilfe bei Hautunreinheiten und Akne. Mir ist dieser Inhaltsstoff noch aus meiner Teenagerzeit gut in Erinnerung. Aber auch Babys haben hin und wieder kleine Pickelchen.
  • Flavonoide, wie sie auch in der Kamille und in grünem Tee vorkommen, sind ein natürliches Antioxidant und binden böse freie Radikale genauso wie Karotinoide, die gegen UV-Strahlung eingesetzt werden. Ich liebe Antioxidantien, aber ich weiß nicht ob sie sich so schnell auf das Hautbild auswirken. Vermutlich braucht es hier einen längeren Zeitraum der Beobachtung.
  • Allantoin soll die Poren verkleinern, die Zellregeneration ankurbeln und für schnellere Heilung kleiner Verletzungen sorgen.
  • Generell wird dem Ringelblumenölauszug auch eine sehr beruhigende Wirkung nachgesagt, weswegen es vermutlich für Pflege von oft irritierter, sensibler Babyhaut verwendet wird.
 

Preis versus Leistung: Komme ich mit dieser Creme über den Winter?

Ich muss aber auch gestehen, dass der Preis keine unwesentliche Rolle bei dieser Kaufentscheidung gespielt hat.

Möchte ich mich am Wochenende von meiner Schokoladenseite zeigen, sprühe ich mich liebend gerne verschwenderisch mit Chanel N°5 ein. Bei Produkten wie einer Creme, die täglich nicht zu knapp verwendet wird, meldet sich aber der Sparfuchs bei mir. Hier sind weniger als zehn Euro für eine 50 Milliliter Tube mehr als fair.

Sehr gelegen kommt mir auch die Angewohnheit von Weleda, Pflegeprodukte in ganz kleinen Probiergrößen zu verkaufen. Nichts ist lästiger, als vor Reisen oder zum Sport die Tagescreme in ein kleines Döschen abfüllen zu müssen.

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Creme bei gröberen Herausforderungen wie winterliche Heizungsluft oder hochsommerlichen Sonnenbestrahlung etwas Unterstützung in Sachen Schutz brauchen könnte.


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Ich persönlich verwende im Winter manchmal die Skin Food Creme von Weleda, die mit einem höheren Fettanteil die Haut vor Temperaturschwankungen schützt.

Im Sommer wappne ich mich vor der Sonne mit dem Ultrasun Sports Gel. Das Gel zieht superschnell ein und hat fast nichts außer dem LSV 30 zum Inhalt. Leider ist es ziemlich teuer für einen Sonnenschutz.


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Fazit: Eine beste Freundin, aber nicht die große Liebe…

Die Weleda Calendula Baby Gesichtscreme ist die ideale tägliche Begleiterin für alle, die ihre Zeit gerne woanders als im Badezimmer verbringen und ihr Geld lieber für aufregendere Dinge als eine teure Tagescreme ausgeben.

Allerdings liefert die Creme nur die absolute Basispflege für das Gesicht. In meinem Fall, wurde der Wunsch nach einer Tagescreme mit möglichst wenig anstrengenden Zutaten für meine chlorgeplagte Schwimmerinnenhaut belohnt.

Wer höhere Pflegeansprüche hat, sollte nicht vergessen, dass Babies eben keine Probleme mit ihren Falten haben…

 

 

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