Grand Canyon Cardova Zelt Erfahrungsbericht #1

von Alex am 10.06.2017
„Ein gutes Radtour-Zelt für wenig Geld“


Für meine erste mehrtätige Fahrradtour wollte ich ein Zelt haben, das leicht und wasserdicht ist. Da ich mir nicht sicher war, ob mehrtätige Fahrradtouren etwas für mich sind, sollte das Zelt zudem nicht allzu teuer sein, denn ansonsten würde es danach ja nur sinnlos herumliegen.

Nach langem Suchen und Überlegen, vor allem hinsichtlich der Frage, ob ich nicht etwas mehr Geld in die Hand nehme, habe ich mich schließlich für das günstige Grand Canyon Cardova Zelt entschieden. Schon mal vorweg: Ich habe diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut.


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Erster Eindruck

Das kompakte Grand Canyon Cardova wiegt nur 2kg und ist damit prima als Radtour Zelt geeignet, vor allem wenn die Tour durch bergige Landschaften führt. Bei ausgedehnten Berganfahrten ist das Gewicht nämlich das A und O.

Ein Tipp von mir: hier findet man eine gute Auflistung der Kriterien, die bei der Radreise-Ausrüstung wichtig sind.

Das Zelt besteht im Grunde genommen aus zwei einzelnen Bestandteilen – einem Innenzelt mit Netz samt angeschweißter Bodenplane und einer wasserdichten Regenplane, die über dem Innenzelt gespannt wird. Die Wasserdichtigkeit nimmt der Hersteller sehr genau – während unserer Tour ist kein einziger Tropfen ins Zelt reingekommen, für den Preis eine Spitzenleistung.

Das Grand Canyon Zelt trotzt mit seiner Robustheit allen Witterungsverhältnissen. Wir hatten ein zweitätiges Gewitter mit Dauerregen und starken Windböen. Der Wind war so stark, dass selbst die nebenan aufgestellten Fahrräder umgekippt sind. Das Zelt hat sich hingegen als eine absolut sichere und trockene Unterkunft erwiesen.


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Anleitung zum Aufbau

Trotz Regen ist man im Innenzelt nicht nur trocken, sondern auch sicher vor Insekten. Man muss das Zelt nur richtig aufbauen, das geht in drei Schritten:

  1. Das Innenzelt wird ausgebreitet und der Boden verankert. Theoretisch kann man auch nur das Innenzelt stehen lassen (wenn es warm und trocken ist).
  2. Die Fieberglasstange wird durch die Schlaufen gezogen.
  3. Schließlich wird das Außenzelt über dem Innenzelt gespannt, befestigt und ebenfalls im Boden verankert.

Ich brauchte für den Zeltaufbau beim ersten Mal 10 Minuten, danach etwa 5-7 Minuten, je nach Bodenbeschaffenheit. Die einzelnen Aufbauschritte hat man nämlich schnell drauf und kann alleine alles gut bewerkstelligen, da die Schritte einfach nacheinander durchgeführt werden.

Ist das Zelt groß genug?

Das Grand Canyon Cardova Zelt sieht im aufgebauten Zustand ebenfalls sehr kompakt aus. Von außen sieht man den Platz nicht, den dieses Zelt bietet. Eigentlich als Ein-Mann-Zelt konzipiert, passen bei wenig Gepäck auch zwei erwachsene Personen hinein.


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Natürlich ist es für die beiden im Zelt dann ganz kuschelig, aber wenn man sich sowieso etwas näher kommen wollte, passt das Platzverhältnis aus meiner Sicht. 😉

Jedenfalls ist für eine Person mit Trekking-Rucksack oder Fahrradgepäck definitiv ausreichend Platz vorhanden, was man dem Zelt von außen nicht zutraut. Die Höhe reicht zum Beispiel locker dafür aus, um darin bequem sitzen zu können.

Im abgebauten Zustand passt das Grand Canyon Zelt locker in einen Trekkingrucksack, so dass man es auch gut auf Wanderungen mitnehmen kann. Beim Gewicht kann man damit jedenfalls wenig falsch machen.

Wie ist die Verarbeitungsqualität?

Von der Verarbeitung her ist das Grand Canyon Cardova solide, wenn auch nicht überragend. Da gibt es natürlich ganz andere, wesentlich teurere Modelle. Darum geht es hier jedoch nicht, sondern um ein günstiges und gut verarbeitetes Produkt, das seinen Benutzer vor Wind und Regen schützt. Diese Funktion wird vom Grand Canyon Zelt einwandfrei erfüllt.


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Die Zelthaut fällt etwas dünn aus, deshalb ist das Zelt nicht für Minusgrade geeignet. Der dünne Außenstoff bewirkt dafür eine bessere Feuchtigkeitsregulierung und Vermeidung von Innenkondensation. Es tropft definitiv kein Kondenswasser von der Decke, wie ich schon bei dem einen oder anderen vergleichbaren Modell erlebt habe.

Der Boden hat eine Wannenform und schützt so vor Wasser, auch wenn das Zelt in einer Pfütze steht. Je nach Nutzungsintensität könnte man über eine zusätzliche Unterlage nachdenken, die den Zeltboden vor spitzen Steinen schützen würde.

Größere Kritikpunkte habe ich eigentlich keine. Der Eingang könnte etwas größer sein, aber das ist sicherlich den kleinen Zeltausmaßen geschuldet. Am Zelthimmel gibt es keine Aufhängemöglichkeit für eine Lampe. Alles im Grunde genommen Kleinigkeiten, die durchaus akzeptabel sind, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Produkts betrachtet.

Mein Fazit

Wenn Ihr ein leichtes und kompaktes Radtour Zelt sucht, das Euer Reisegepäck nicht unnötig beschwert, kann ich das Grand Canyon Cardova Zelt aus eigener, mehrtätiger Erfahrung sehr empfehlen. Es wird sonst nicht einfach sein, zu diesem Preis etwas Vergleichbares zu finden, was die Qualität und Funktionalität angeht.

P.S. Von diesem Hersteller habe ich mir etwas später eine passende Isolier-Matte geholt, dort wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht.



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